Junger Kongress für Geographie

Call for Participation: Verlängerung bis zum 31.5

Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge, die bereits bei uns eingegangen sind! Wir verlängern den Call für den Jungen Kongress für Geographie noch bis zum 31.5., um dann mit der Programmgestaltung loszulegen – schickt uns Euren Beitrag über unser Formular an jkg@dkg2023.de.

Zum Jungen Kongress für Geographie (JKG) sind Studierende und Aktivist*innen herzlich eingeladen sich auszutauschen, zu vernetzen und die Themen der Gegenwart zu diskutieren!

Wir, Geographie-Studierende der Goethe-Universität Frankfurt und GeoDACH, möchten Euch herzlich zum Jungen Kongress für Geographie einladen, der innerhalb des 62. Deutschen Kongresses für Geographie stattfinden wird. Wir wollen ein gemeinsames Forum schaffen, das Raum für Austausch, Vernetzung und Diskussion bietet. Die Ausgestaltung möchten wir gerne mit Euch zusammen vornehmen: Schickt uns Ideen und Beiträge, um den JKG gemeinsam zu gestalten. Da es uns ein Anliegen ist, die Welt nicht nur zu interpretieren, sondern sie zu verändern, laden wir auch herzlich Aktivist*innen ein. Studierende und Aktivist*innen produzieren Wissen und stehen für Perspektiven ein, die viel zu oft überhört werden. Deshalb möchten wir zusammenkommen, um unseren Beiträgen eine Sichtbarkeit und Wertschätzung zu verleihen sowie uns in einem hierarchiefreien Raum zu aktuellen Debatten auszutauschen. Der JKG und andere studentische Initiativen haben es immer wieder geschafft, wichtige Akzente in den geographischen Wissenschaften zu setzen – daran möchten wir anschließen und neben fachlichen Beiträgen uns auch zur gegenwärtigen Lage der Geographie verständigen. 

Zur aktuellen Planung und wie Ihr mitmachen könnt

Ab dem 01. März 2023 startet der Call for Participation, bei dem Ihr dazu aufgerufen seid, Eure (vorläufigen) Ideen und Beiträge für den JKG einzureichen und den Kongress mit uns zu gestalten! Dabei ist alles möglich: Ihr könnt Eure Haus-, Bachelor- oder Masterarbeiten vorstellen, Vorträge zu Euren Wunschthemen halten, Diskussionsrunden organisieren, Stadtrundgänge anbieten, Film- oder Kunstprojekte präsentieren und vieles mehr – Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Darüber hinaus ist es möglich, wenn ihr Euch vernetzt und zusammen Beiträge und Ideen erstellt. Wenn Ihr gemeinsam mit anderen an einem Beitrag arbeiten wollt, bringen wir Euch gerne mit anderen zusammen. In unserem Orga-Team sind Studierende im Bachelor wie Master, Physischer Geographie wie Humangeographie, und mit unterschiedlichen Interessen vertreten – schreckt also nicht zurück vor Wissenshierarchien, jeder Beitrag ist spannend und wichtig! Für Inspiration könnt Ihr gerne in das Veranstaltungsheft des letzten JKG in Kiel 2019 hineinschnuppern. Wir freuen uns auf Euch und schreibt uns gerne, wenn Ihr Fragen an uns habt (jkg@dkg2023.de).

Anmeldung und Teilnahme am DKG/JKG für Studierende

Wir möchten, dass Du beim DKG/JKG in Frankfurt dabei sein kannst - dafür stellen wir hier Informationen rundum Finanzierung, Übernachtung sowie Awareness vor und während des Kongresses vor.

Individuelles Beratungsangebot

Gibt es Hindernisse, die Deiner Teilnahme am DKG/JKG im Wege stehen? Ob es um Fragen der Finanzierung, Übernachtung, Mobilität oder etwas ganz anderes geht, wende Dich gerne an uns und wir versuchen gemeinsam und vertraulich eine Lösung zu finden: (jkg-awareness@proton.me).

Diese Mailadresse wird im Gegensatz zu unserer regulären Mail nur von der Arbeitsgruppe Awareness des JKG-Teams gelesen, das sind Dominik und Aisha. Wir zwei beschäftigen uns während der Planung ausführlich mit einem Awareness-Konzept und Diskriminierungsstrukturen, um den Barrieren wissenschaftlicher Konferenzen möglichst entgegenzuwirken.

Vor dem Kongress: Finanzierung und Übernachtung

  1. Universitäre Fördergelder: Viele Institute stellen Studierenden Mittel zur Verfügung, um an wissenschaftlichen Kongressen teilzunehmen. Das kann das Ticket umfassen, wie im besten Falle auch eine Erstattung von Übernachtungs- und Reisekosten. Informiere Dich daher am besten an Deinem Institut über Fördermöglichkeiten. Falls Du hierbei Unterstützung brauchst, wende Dich an uns!

  2. Bettenbörse: Um ein Angebot kostenloser Übernachtungen bereitzustellen, organisieren wir aktuell eine Bettenbörse. Hier sammeln wir Angebote von Studierenden und Freund*innen aus Frankfurt, die einen Schlafplatz anbieten können. Momentan arbeiten wir daran, eine geeignete Plattform bereitzustellen und werden nochmals informieren, sobald die Bettenbörse online ist.

  3. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten: Wir erarbeiten eine Liste günstiger Hostels und Übernachtungsmöglichkeiten in Frankfurt und werden sie zeitnah hier zur Verfügung stellen.

  4. Kinderbetreuung: Im Rahmen des DKG wird es eine Kinderbetreuung geben, die natürlich auch von Studierenden in Anspruch genommen werden kann. Bei Fragen wende Dich gerne an uns.

Während dem Kongress: Awareness-Konzept und A-Team

Als Arbeitsgruppe Awareness des JKG erarbeiten wir ein Konzept und suchen hierbei den Austausch mit erfahrenen Awareness-Teams. Wir informieren uns ausführlich zu Strukturen der Diskriminierung und des Ausschlusses, um einer Reproduktion dieser vor und während dem Kongress entgegenzuwirken. Wir wollen uns aktiv damit auseinandersetzen, wie wir bei einem Kongress dieser Größenordnung im Kontext diverser Machtstrukturen, wie den Hierarchien in der Wissenschaft, Awareness gewährleisten können. Über unser Awarenesskonzept, die Einrichtung von Ruheorten, Safer Spaces, geschulte Awareness-Teams und mobile Kontaktmöglichkeiten werden wir hier laufend informieren.

JKG Motto 2023 – Kritische Zustände: Multiple Perspektiven auf die planetare Gegenwart

Soziale Beziehungen, Institutionen, Naturverhältnisse und Ideologien werden durch strukturelle Machtverhältnisse wie Kapitalismus, Patriarchat, koloniale Kontinuitäten, Rassismus und Antisemitismus maßgeblich geprägt. Diese Strukturen führen zur Privilegierung bestimmter Lebensweisen und Subjekte sowie Unterdrückung anderer Körper und Leben. Die „kritischen Zustände“ beschreiben die bestehenden Situationen, die produzierte Ungleichheiten und Zerstörungen aus sozialen und historischen Kräften vorgeben und reproduzieren – und dass im planetaren Ausmaß. Mit der Humangeographie lassen sich Spannungsfelder der Wechselwirkung von sozialen Verhältnissen und Raumproduktionen aufzeigen. Denn trotz Unterdrückungen existieren Handlungsspielräume und widerständige Praktiken.

Diese Verhältnisse produzieren die anthropogene Klimakrise, die die Existenz des planetaren Lebens bedroht. So ist zu beobachten, dass vorhergesagte Kipppunkte in Gegenwart und naher Zukunft bereits überschritten werden. Denn die Ausbeutung der Natur und ihrer Ressourcen verursachen Extremwetterereignisse und die Zerstörung von Ökosystemen, Biodiversität, Böden und Riffen sowie die Verunreinigung von Ozeanen, Grundwasser und der Atmosphäre. Hierfür erarbeiten Physische Geograph*innen die Wissensgrundlagen für die Analyse der kritischen Zustände des anthropogenen Klimawandels.

Gemeinsam wollen wir die gegenwärtigen kritischen Zustände analysieren und dabei Unterdrückungen, Differenzen, Unsichtbarkeiten und gesellschaftliche Naturverhältnisse offenbaren. Diese Erkenntnisse finden Eingang in das weite Feld der Angewandten Geographie, wie unter anderem in Raum- und Stadtplanung, Mobilitätspläne und Standortberatung. Mit „kritischen Zuständen“ als Motto möchten wir uns auch auf die Situation von Studierenden im Rahmen der neoliberalen Hochschule beziehen. Wir wollen Sitzungen zu unterschiedlichen Facetten unseres Mottos anbieten. Darüber hinaus wird es auch freie Sitzungen geben, in denen Ihr weitere Themen unabhängig vom Motto diskutieren könnt. Wir stehen für eine emanzipatorische und kritische Wissenschaft und Bildung ein, bei der wir die Potenziale der physischen Geographie und Humangeographie nutzen möchten, interdisziplinär, multiperspektivisch und mit verschiedenen Methoden zu arbeiten.