Urban future-making: Raum-zeitliche Widersprüche in der Aushandlung städtischer Zukünfte

Fachsitzung
Lightning Talks
Sitzungs-ID
FS-517
Termin
Freitag (22. September 2023), 16:30–18:00
Raum
HZ 11
Sitzungsleitung
Lucas Pohl (Humboldt-Universität zu Berlin)
Monika Grubbauer (HCU Hamburg)
Katharina Manderscheid (Universität Hamburg)
Kurz­be­schreib­ung
Die Sitzung widmet sich der urbanen Zukunftsgestaltung im Kontext raum-zeitlicher Widersprüche, die im Handlungsfeld städtischer Transformation aktuell wirksam werden und die Handlungsspielräume und Strategien städtischer Akteur*innen prägen.
Schlag­wörter
Stadtgeographie, Sozialgeographie
Toni Adscheid (Universität Trier)
Flüchtige Zukünfte
Oliver Ibert (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS))
Planung im Angesicht fundamentaler Unsicherheit
Wladimir Sgibnev (Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL))
Lela Rekhviashvili (Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL))
Last trams of post-Soviet cities: How narratives of trams closures shape activists’ political engagement
Hendrikje Alpermann (Université de Lausanne)
Mögliche Gebäudezukünfte und der Rhythmus des Dazwischen

Abstract der Sitzung

Städte stehen in den sich gegenwärtig überlagernden Krisendynamiken im Zentrum der Aufmerksamkeit: Im Hinblick auf die ökonomischen, ökologischen, gesundheitlichen und geopolitischen Herausforderungen werden Städte sowohl zu Ausgangspunkten und Austragungsorten als auch zu Orten möglicher Auswege. Städte stellen folglich relevante Orte dar, an denen kollektive Zukunftspfade entworfen, prognostiziert und gesellschaftlich ausgehandelt werden. Dabei kommen verschiedenen städtischen Akteur\*innen (z.B. aus Planung, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) Handlungsspielräume zu, diese Prozesse aktiv mitzugestalten.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Fachsitzung der Frage, wie städtische Zukünfte aktuell entworfen, verhandelt und implementiert werden. Der Fokus liegt hierbei auf den raum-zeitlichen Widersprüchen, die im Handlungsfeld städtischer Transformation aktuell wirksam werden und die Handlungsspielräume und Strategien städtischer Akteur\*innen prägen. Auf der einen Seite verlangen die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen einen grundlegenden Wandel der bestehenden Verhältnisse und es besteht enormer Handlungsdruck. Auf der anderen Seite sorgen die bestehenden politischen, rechtlichen und gebauten Strukturen beharrlich dafür, dass dieser Wandel ausbleibt oder nur schwerlich vorankommt. Der Komplexität der städtischen Interessen und Herausforderungen begegnen viele Stadtverwaltungen mit Experimenten und kurzfristigen Interventionen, die an die Stelle integraler Lösungen getreten sind. Jedoch stehen deren begrenzte Zeithorizonte im Widerspruch zu langfristigen Transformationen, etwa im Kontext der Klimaveränderung. Im Hinblick auf räumliche Maßstabsebenen steht die notwendige Orientierung an multiplen globalen Interdependenzen in einem Spannungsverhältnis zur räumlich-lokalen Verankerung und Begrenztheit baulicher und planerischer Interventionen.

Als geplante Lightning Session lädt die Sitzung zu Kurzvorträgen ein, die sich entlang von theoriegeleiteten Fragen mit urbaner Zukunftsgestaltung beschäftigen. Das Ziel ist es, unterschiedliche konzeptionelle Sichtweisen auf die raum-zeitlichen Widersprüche urbaner Zukunftsproduktionen zu diskutieren. Fragen, die sich uns hierbei stellen, sind etwa:

Wir freuen uns über Einreichungen, die diese und ähnliche Fragen in den Fokus rücken.